bat germany - Illegaler Zigarettenhandel



Illegale Produktionsstätte in China

Illegale Produktionsstätte in China.

Rund jede fünfte in Deutschland gerauchte Zigarette ist nicht hier versteuert. Das hat schwerwiegende volkswirtschaftliche Folgen: 

  • finanzielle Einbußen für Staat, Industrie und Handel in Milliardenhöhe,
  • die Vernichtung von Arbeitsplätzen zugunsten der organisierten Kriminalität sowie
  • zusätzliche Gesundheitsrisiken für Konsumenten.

Die British American Tobacco Gruppe setzt sich daher weltweit für die Bekämpfung von Schmuggel und Markenproduktpiraterie ein. 

In Deutschland wurden 2013 knapp 21,7 Milliarden Zigaretten an der deutschen Volkswirtschaft vorbei geraucht. Etwa 19,3 Milliarden dieser unversteuerten Zigaretten wurden im Rahmen von Grenzkäufen in Nachbar- und Urlaubsländern wie Polen, Tschechien oder Spanien, gekauft – die eine Hälfte davon rechtmäßig für den eigenen Bedarf, die andere Hälfte gegen Entgelt für Dritte und damit unter Missbrauch des freien Warenverkehrs illegal. Rund 2,4 Milliarden waren organisierte Schmuggelware, davon jede sechste Zigarette eine Fälschung von zweifelhafter, minderwertiger Qualität.

Welche Auswirkungen hat der Zigarettenschmuggel?

Der Zigarettenschmuggel kennt viele Verlierer: den Staat, die Zigarettenindustrie und den Handel, deren Mitarbeiter sowie die betrogenen Konsumenten. Einziger Gewinner ist die organisierte Kriminalität.

  • Enorme Verluste für Staat, Industrie und Handel: 2013 entgingen dem deutschen Staat und damit allen Steuerzahlern durch den Konsum unversteuerter Zigaretten über 4 Milliarden Euro. Handel und Industrie verloren über 1 Milliarde  Euro. Zusammengerechnet beträgt dieser Verlust  über 5 Milliarden Euro im Jahr – pro Tag sind das 14 Millionen Euro.
  • Erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Konsumenten: Rund jede sechste geschmuggelte Zigarette ist gefälscht. Jeder Konsument, der gefälschte Ware raucht, wird betrogen und geschädigt, denn jede geschmuggelte Packung ist eine „Blackbox“ – man weiß nicht, was drinsteckt. Gefälschte Zigaretten werden jenseits aller geltenden Qualitätsvorschriften und oftmals unter katastrophalen hygienischen Bedingungen hergestellt. Dies bestätigen Laboruntersuchungen: In einer Analyse geschmuggelter Zigaretten wurden beispielsweise Pestizide in einer Konzentration festgestellt, die bis zum 200-Fachen über dem zulässigen Grenzwert für Tabak lag.
  • Die organisierte Kriminalität ist einziger Gewinner: Schätzungen gehen davon aus, dass Zigarettenschmuggler und ihre Helfershelfer 2012 einen Umsatz von rund 230 Millionen Euro erzielt haben. Das ist aber nicht die einzige erschreckende Nachricht. Ein großes Problem ist die Begleitkriminalität wie Schutzgelderpressung, Schleusung, Rotlicht- und Betäubungsmitteldelikte. Darüber hinaus weisen Experten darauf hin, dass auch Terroristen den Zigarettenschmuggel als Geldquelle nutzen.

Wir plädieren für effektivere Grenzkontrollen

Die unzureichende Überwachung der Grenzen ist eine wesentliche Ursache für den florierenden Zigarettenschmuggel: Nach dem Wegfall der systematischen Grenzkontrollen innerhalb der EU durch das Schengener Abkommen werden die Außengrenzen der EU nicht ausreichend überwacht. Experten schätzen, dass rund 60 Milliarden ukrainische, russische und weißrussische Zigaretten in die EU geschmuggelt werden – davon kommen fast drei Milliarden nach Deutschland. Wir sind deshalb der Ansicht, dass die EU-Außengrenzen besser überwacht werden sollten, insbesondere gegenüber der Ukraine,  Russland und Weißrussland sowie gegenüber asiatischen Staaten (zum Beispiel durch verstärkte Kontrollen im Hamburger Hafen).

Wir plädieren für eine verstärkte öffentliche Problemwahrnehmung

Zoll, Polizei und Justiz leisten bei der Bekämpfung des Schmuggels eine hervorragende Arbeit – im Rahmen der ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen und Befugnisse. Während jedoch diese unmittelbar zuständigen Behörden Zigarettenschmuggel als wichtige Herausforderung und Bestandteil der organisierten Kriminalität ansehen, finden das Thema und sein krimineller Hintergrund in Politik, Medien und bei Verbrauchern nur wenig Beachtung. Insbesondere die Politik muss sich des Problems verstärkt annehmen und die Voraussetzungen für die Schmuggelbekämpfung verbessern.

Was unternimmt British American Tobacco?

Bekämpfung von Schmuggel und Markenpiraterie stehen bei der British American Tobacco Gruppe weltweit im Fokus.

  • Sicherstellung des eigenen Vertriebs: Wir fangen im eigenen Haus an. Seit Jahren achten wir konsequent darauf, dass unsere Kunden in Niedrigsteuerländern – wie der Ukraine oder Russland – nur mit solchen Mengen an Zigaretten beliefert werden, die für den lokalen, rechtmäßigen Bedarf notwendig sind. So verhindern wir, dass unsere Originalware Schmugglern zur Verfügung steht und in westeuropäische Hochsteuerländer geschleust wird. Die Zahlen bestätigen unseren Erfolg: im ersten Halbjahr 2011 waren nur 4 Prozent aller in der EU beschlagnahmten Zigaretten Marken von British American Tobacco.
  • Weltweite Zusammenarbeit mit zuständigen Behörden und Experten: Die British American Tobacco Gruppe arbeitet weltweit eng mit allen Beteiligten zusammen, wie zum Beispiel mit Zollfahndern, Polizisten, Staats- und Rechtsanwälten sowie mit Vertretern von Industrie, Handel und Verbänden, um den Schmuggel mit vereinten Kräften einzudämmen.
  • Gezielte Maßnahmen gegen den illegalen Handel: In geeigneten Fällen geht British American Tobacco unmittelbar gegen die Täter vor. So konnte der Konzern im Jahr 2007 zum Beispiel erfolgreich die Arbeit einer großen Fälscherfabrik in der Ukraine stoppen, die den deutschen Markt jährlich mit fast einer Milliarde gefälschten Zigaretten versorgt hat.
  • Internationale Schmuggelbekämpfung: Schmuggel kann letztlich nur durch internationale Kooperation von Gesetzgebern, Strafverfolgungsbehörden und Industrie gemeinsam bekämpft werden. Deshalb setzt sich British American Tobacco seit Jahren engagiert für das Zustandekommen eines weltweit rechtlich verbindlichen Abkommens zur Bekämpfung von Schmuggel und Produktfälschungen von Tabakwaren ein (FCTC Anti-Illicit-Trade Protokoll unter dem Dach der WHO).

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Letzte Aktualisierung der Seite: 04/09/2014 15:05:06 GMT